Ambulantes Operieren
Zum urologischen Fachgebiet gehören Erkrankungen, zu deren Behandlung eine Operationen erforderlich ist. Ein großer Teil dieser Operationen erfolgt in heutiger Zeit ambulant, meist im ambulanten Operations- zentrum des Marienkrankenhauses („AOZ“ ).
Dieses Vorgehen hat für Sie als Patienten Vorteile, aber auch Risiken für Sie und für uns. Natürlich ist es schöner, die Nacht vor der Operation aber auch nach der Operation zu Hause verbringen zu können. Schmerzmittelbedarf und Angst sind – das wurde wissenschaftlich nachgewiesen – geringer. Anderer- seits sind Sie bei möglichen Komplikationen weiter von Arzt, Medikament oder Krankenhaus entfernt.
Insofern erfordert ambulantes Operieren ein gutes und vertrauensvolles Arzt - Patienten - Verhältnis. Unser Vorgehen ist eigentlich immer gleich und standarisiert: Anläßlich einer ambulanten Vorstellung in der Praxis wird die Diagnose und die Operationsnotwendigkeit festgestellt. Ein erstes ausführliches Aufklärungs- gespräch wird mit Ihnen geführt und ein Op-Termin vereinbart. Falls erforderlich erfolgt eine Blutentnahme, um die für die Operation und Narkose wichtigen Blutwerte zu bestimmen.
Wichtig: Falls Ihr Hausarzt in den Wochen vor diesem Termin Blut zur Analyse entnommen hat, bringen Sie diese Werte bitte mit, gleiches gilt für die Medikamente, die Sie täglich einnehmen!
Am Tag vor der Operation – montags oder dienstags – kommen sie nachmittags gegen 14.45 Uhr in die Praxis, werden von hier aus mit den erforderlichen Unterlagen zum Narkosearzt ins Marienkrankenhaus zum Prämedikationsgespräch überwiesen und kommen anschließend noch einmal in unsere Praxis, um ein nochmaliges abschließendes Gespräch über die bevorstehende Operation zu führen.
In der Regel dürfen Sie noch bis mitternachts vor dem Operationstag essen und trinken. Am Tag der Operation kommen Sie zum vereinbarten Zeitpunkt nüchtern in das „AOZ“ des Marienkrankenhauses.
Die Operation erfolgt; danach bleiben Sie noch im Auf- wachraum des AOZ, bis ein stabiler Zustand festgestellt werden kann, kommen dann in eines der Zimmer um sich weiter erholen zu können. Abhängig von Art und Tiefe der Narkose stellt der Narkosearzt die Fähigkeit zur Entlassung fest. Nach Begutachtung des Op-Ergebnisses auch durch den Operateur dürfen Sie nach Hause.
Am Tag der Op ist Ihnen das Führen eines Kraft- fahrzeuges untersagt. Sie müssen sich also bitte ab- holen lassen.
Der Zeitpunkt der nächsten Konsultation liegt meist am darauf folgenden Tag zwischen 12 und 13 Uhr – er wird Ihnen - bevor Sie nach Hause gehen - mitgeteilt. Seien Sie am Tag der Op zuhause vorsichtig.
Meist sind Schmerzmittel nur in geringen Mengen erforder- lich. Falls Ihnen außergewöhnliche Dinge auffallen (Blutungen, Schmerzen, Fieber oder ähnliches), wenden Sie sich unter der Telefonnummer 04961/931351 an das AOZ ( das in der Regel bis 18 Uhr besetzt ist ) oder an das Marienkrankenhaus, dienstags ist auch bis 18 Uhr Sprechstunde in unserer Praxis.
Wenn Sie sich an diese Vorgehensweise halten, werden keine Probleme auftauchen und Sie können sich somit persönlich von den Vorteilen des ambulanten Operierens überzeugen. Falls Sie , aus welchen Gründen auch immer, Bedenken hinsichtlich des ambulanten Operierens haben, bitte sagen Sie es. Natürlich ist es meist auch möglich, dann allerdings nach Absprache mit Ihrer Krankenkasse, Sie belegärztlich stationär zu betreuen.
Und vergessen Sie bitte nicht:
Für vielfältige, meist „Büro“- Zwecke ist es unbedingt notwendig, dass Sie Ihre Versichertenkarte bei sich haben.
Sprechen Sie uns an, wenn Sie Fragen hierzu haben.