Steinerkrankungen
Ca. 1 bis 2 % der Bevölkerung leiden an urologischen Steinerkrankungen. Sie gehören zu den schmerz- haftesten Erkrankungen, die man kennt.
Scheuen Sie sich nicht, wenn Sie wissen, daß Sie an einer Steinerkrankung leiden oder den Verdacht haben, "Nierenkoliken" zu haben, sich direkt in der Praxis zu melden.
In Zeiten außerhalb der Sprechstunde ist über die Zentrale des Marienkrankenhauses (04961/930) ein 24-Stunden-Bereitschaftsdíenst zu erreichen, so daß eine schnelle Hilfe gewährleistet ist.
Viele Harnsteine gehen spontan ab.
In speziellen Fällen stehen in der Belegabteilung des Marienkrankenhauses eine Anzahl instrumentell-operativer Methoden, wie z.B. eine Harnleiterspiegelung, zur Verfügung, die Sie von "ihrem Stein" befreien können. Die Eingrife im Harntrakt werden größtenteils in Narkose ausgeführt, so daß meist ein kurzer stationärer Aufenthalt (in der Regel 2 bis 3 Tage) erforderlich ist.
Für die ESWL (Steinzertrümmerung von außen) besteht gegenwärtig eine gute Zusammenarbeit mit dem Borromäus-Hospital in Leer, da das Vorhalten eines solch teuren Gerätes in unserer Belegabteilung zum gegenwärtigen Zeitpunkt und unter den gegebenen Bedingungen nicht möglich ist.
Falls "Ihr" Stein dann "geboren" ist, muß er einer Steinanalyse zugeführt werden. Bitte bewahren Sie ihn in einem trockenen Gefäß auf und bringen SIe ihn zur nächsten Konsultation mit.
Die Steinanalyse ist ein zentraler Punkt, um dann in einem weiteren Gespräch die Vorbeugung einer erneuten Stein- bildung zu erörtern oder eine medikamentöse Prophylaxe zu beginnen.